Berlin ist weder schön, noch ist es imposant und schon gar nicht sauber. Aber Berlin hat etwas, das andere Städte nicht ihr Eigen nennen können – die Berliner. Die Stadt lebt von der Kultur, die sich ihr eigenes Volk geschaffen und auf rund 900 qkm, so groß ist Berlin nämlich, ausgebreitet und in jeden Winkel übertragen hat. Dies ist scheinbar völlig ohne jeden Anspruch an Ästhetik vonstatten gegangen, und das meine ich sowohl auf Architektur, Sauberkeit als auch auf die Bevölkerung an sich bezogen.
Aber von Anfang an – das ist mein Berlintagebuch, Tag 1:

Wir nehmen 4 Stunden Schlaf (sind ehrlich um 4 Uhr aufgestanden – WTF?) und eine wilde Taxifahrt von Wien zum Flughafen auf uns und sind total euphorisch (siehe unser Instagram Bild wo wir beide grinsen wie die Honigkuchenpferde) und bereit, uns von dem
kulturell-intellektuell-unabhängigen-großartigen-tiefgründigen-krisengebeutelten-auferstandenen Berlin mitreissen zu lassen. Mir bereitet zwar die Verständigung so einige Sorgen, mein Freund kann mich aber beruhigen:
“Duuuu, Schatz, ich glaube die verstehen mich dort nicht in Berlin mit meinem Dialekt – du musst alles für mich bestellen und so, Hochdeutsch reden kann ich einfach nicht!” – “Ach was, Baby, die verstehen dich schon!” – “Hmmm obwohl, Vicky ist ja auch Deutsche, mit der rede ich ja auch immer im Dialekt und die versteht mich auch!” – “Ja Baby, aber die ist aus Stuttgart – ich glaub, ich mach das besser für dich.”
(Duuuu Schatziiii, i glaub die vastehn mi ned in Berlin mit meim Dialekt – du muast ois für mi bestön und so, Hochdeitsch redn konn i afoch ned! – Age, Baby, die vastehn di scho! – Hmmm, obwoi, die Vicky is jo a a Deitsche, mit der red i a immer im Dialekt und di vasteht mi a! – Jo eh Baby, oba di is aus Stuttgart – i glaub, i werd des besser für di mochn!)
Als Vollbauer abgestempelt und einigermaßen verunsichert kommen wir also in dem großartigen Berlin an und machen, nach einem Marsch durch den Müll zu unserem Hotel (wir finden den Müll am ersten Tag ziemlich unabhängig und tiefgründig), eine Spreefahrt. Ach, was ist das herrlich, dieses moderne, saubere, grüne, wasserbedeckte Berlin – na, da können wir uns aber wirklich was abschauen in Wien!
Nach der hinreißenden Spreefahrt (mein’ ich echt so und ist wirklich sehr empfehlenswert) ging’s dann ab auf Futtersuche. Erster Stopp: Witty’s Currywurst aus echtem Bio-Fleisch, direkt vorm KaDeWe. Wow, sind die fortschrittlich diese Berliner – bei uns gibt’s zumindest kein Bio-Bosna, jedenfalls nicht, dass ich wüsste – na, da können wir uns aber wirklich was abschauen in Wien.
Wir laufen “Unter den Linden” runter bis zum Brandenburger Tor, knipsen ein paar Fotos und fragen uns insgeheim, was wir jetzt so toll finden sollen und was wir eigentlich hier machen sollen vor’m Brandenburger Tor – aber aussprechen will es noch keiner so richtig, war ja schließlich ein Geschenk von mir an meinen Freund dieser Trip, da wär’ das unanständig, es scheiße zu finden. Also beglückwünschen wir uns lieber gegenseitig zu diesem gelungenen ersten Tag und beschließen, ins Hotel zu fahren – ist zwar super, bei 40 Grad im Schatten durch eine Stadt aus Beton und Baustellen zu laufen, Klimaanlage und Terrasse an der Spree haben aber trotzdem auch was.
Schön langsam fällt uns auf, dass wir hier so ziemlich die einzigen sind mit Stella McCartney Tasche, Panama Hut und Tassel Loafers á la Johannes Huebl, wie sie mein Freund so gerne trägt – und ich fange an, mich ein klein wenig uncool zu fühlen. Ich erkläre meinem Freund das Phänomen des schlechten Kleidungsstils und ungepflegten Äußeren folgendermaßen:
“Schatzi, ich weiß du kennst dich mit so Sachen nicht so gut aus, aber glaub mir, hier in Berlin, das ist die Hochburg und der Ursprung dieser Hipster-Gesellschaft. Ich glaub, von hier aus hat sich das schöööön langsam über ganz Europa verteilt, bis die Hipster dann bei uns gelandet sind. Deswegen schauen hier alle so bissi abgefuckt aus, musst du wissen – das gehört einfach dazu!”
Ausserdem ist es einfach unpraktisch, immer schön gekleidet zu sein, wenn man auf Dauerparty ist – und das begreifen wir schon um 10 Uhr vormittags, als uns ein junges Mädchen mit gefühlten 15 Jahren fragt, ob wir wissen wo noch was geht. Sie ist eine von Hunderten, die die Brücke bei der S-Bahn-Station “Warschauer Straße” zu einer Partylocation an und für sich machen. Die Warschauer Brücke ist die Verbindung zwischen Friedrichshain und Kreuzberg mit dem Rest von Berlin. Ist wirklich angenehm, jeden Tag ein paar Mal durch gefühlte Massen von betrunkenen Menschen zu gehen – mein Freund trägt übrigens ein weißes Hemd und wirkt wie ein Alien am Mars.
Wir finden das alles sehr unabhängig und tiefgründig.
(Tag 2 von meinem Berlintagebuch gibt’s dann morgen hier zu lesen)
Blick von unserer Hotelterrasse auf die Oberbaumbrücke
Party auf und neben der Spree
Blick vom Hotelzimmer

COMMENTS


  • Anonymous

    ich mochte deinen blog schon immer, aber jetzt ist er offiziell mein aller liebster lieblingsblog!!

  • Anonymous

    Würdest du jemals ein Buch rausbringen, ich würds bestimmt verschlingen !! So toll wie du schreibst 🙂

    Liebe Grüße
    Cecilé

  • Fashion is for idiots [like us]

    Haha jedes mal fühl ich mich da so! 😀
    Großartig geschrieben! Erst dachte ich “Oh mann..jetzt schreibst du auf Deutsch?” – aber das ist große Klasse! Weiter so! x

  • Viktoria

    mehr davon…der beitrag hat mir den tag versüßt xDDDD

  • Maren

    Es macht echt Spaß, deine Texte zu lesen und ich freu mich schon sehr auf Teil 2! 🙂

    Ich habe nach meinem letzten Besuch in Berlin auch feststellen müssen, dass das einfach nicht meine Stadt ist. Man muss sich zwar keine Gedanken machen, wenn man wie der letzte Heini da rumläuft, aber ich fühle mich in so einer dreckigen, versifften Stadt einfach nicht wohl.
    Die Vorstellung, wie ihr beiden da ganz schick durch die Straßen gelaufen seid, ist wirklich goldig 😀

    Liebe Grüße,
    Maren

  • mirisfriends

    Ein absoluter Wahnsinn wie genial du schreibst. Ich frage mich wirklich, warum du uns deinen amüsanten, kreativen und treffenden deutschen Schreibstil soooo lange vorenthalten hast! Glaub mir eines, ich besuchen deinen Blog ab heute jeden Tag!
    Ich kann es nicht oft genug sagen, ich bin richtig entzückt 🙂
    Mach auf jeden Fall so weiter!
    Liebste Grüße
    Mirijam

  • Svetlana

    sehr toll geschriebn und bin schon gespannt auf part 2 : )

    und keine panik, ich glaub, mich würden die auch nicht verstehen bzw i glab, de tatn mi do a nit vastehn mit mein kärntna dialekt do heast 😀

    lg
    svetlana

  • Anonymous

    juhuu…noch jemand der Berlin auch nicht mag…ich finde die Stadt irgendwie auch einfach viel zu groß, laut und assozial 😀 dein Blog ist auf Deutsch echt klasse freu mich schon auf den zweiten Berlin Eintrag!!
    Bist du Österreicherin? und Vicky ist in Stutggart geboren und irgendwann nach Wien gezogen oder?
    Liebe Grüße!

  • Anonymous

    komm mal runter von deinem hohen Ross 😉 Berlin ist nichts für Leute wie dich, die sich nur darüber aufregen.

    • Katharina

      haha, von “hohem Ross” bin ich weit entfernt – ich habe eine eigene Meinung zu Dingen, und die gebe ich auch preis – es muss ja schließlich nicht jedem immer alles gefallen, manche Leute sagen wahrscheinlich genau dasselbe über Wien, dann würd ich’s auch witzig finden 🙂

  • Emilie

    Dieses Hipster-Gehabe und “wir sid so cool” Gehabe geht mir auch ziemlich auf die Nerven in Berlin. Zudem finde ich die Berlier an sich sehr unfreundlich! (klar, Ausnahmen gibt’s immer)

    Aber ich finde es gibt auch viele schne Ecken in Berlin und ich habe mich eigentlich doch recht wohlgefühlt dort (obwohl ich niemals hinziehen könnte). Aber was mir an Berlin besonders gefällt ist die super Vernetzung der öffentlichen Verkehrsmittel. Man wartete dort echt nie lange auf eine Bahn… Davon können wir in Köln nur träumen 😉

    Bin schon auf die weiteren Berichte gespannt

    • Karr Jones

      das lustige ist ja – all diese leute, all diese möchtegernhipster, partygänger und “wirsindcool”-leute.. fragt mal wo die herkommen. “aus berlin” – “und wo bist du geboren?” – “Im schwabenland”
      vorurteile hin oder her (ja, ich mag es gern wenn ich rumlaufen kann wie ich mag – nein, ich nutze das nicht, habe aber einfach kein geld für stella mccartney usw): berliner sind es nicht. zu 90% zugezogene. und ratet mal wer am meisten davon genervt ist 😉

      du hättest die bluse und alles andere übrigens gut anziehen können ! man kann sich wirklich kleiden wie man mag !! und dann schlendere mal durch friedrichshagen, zehlendorf oder am anderen ende vom kudamm 🙂

      großartig geschrieben ist es aber allemal !

  • SalonSieundEr

    Super, Katharina. Wirklich gut geschrieben.
    Ich mag die Wendung auf deinem Blog sehr und habe den Eindruck, dass viel mehr Tiefe zum Ausdruck kommt.

    Alles Liebe,
    Julia
    http://www.salonsieunder.com

  • OfficialSarah

    Haha, genauso geht es mir mit Berlin leider auch immer. Aber ich gestehe: in jeder Stadt gibt es irgendwo auch schöne Ecken und diese gilt es dann zu finden – das wird auch in Berlin nicht anders sein. Aber ich habe diese Ecken bisher ebenfalls noch nicht wirklich gefunden.
    Was diese Nicht-Liebe von Berlin angeht kann es aber auch sein, dass ich extrem parteiisch bin, schliesslich bin ich mit meinem 83-Jahrgang in der wahren Hauptstadt geboren: Bonn – Hauptstadt der Herzen!

  • Svenja

    Oh da machst du Berlin aber ganz schön schlecht. Und das Brandenburger Tor steht nunmal für eine große Wendung in Deutschland…. Ansonsten kann ich verstehen dass Berlin dir zu dreckig und hipster ist. Beim nächsten mal solltet ihr besser nach Hamburg fahren 😉 ist eh die schönste Stadt Deutschlands! 🙂 und da passt ihr dann mit euren Outfits auch rein!
    http://lovely-suitcase.blogspot.de

    • Katharina

      Hi Svenja, nein nein ich mache Berlin nicht schlecht – das ist einfach eine Satire, und zum Genre der Satire gehört ein gewisser sarkastischer Schreibstil dazu 🙂 Ich fand es generell eher witzig, wie sich Berlin präsentiert und habe mir einfach was anderes erwartet! 😉

  • S:::U:::V

    Toll geschriebener Post und schöne Fotos! 🙂
    Schade, dass Dir Berlin offenbar nicht sooo gefallen hat, aber vielleicht warst Du einfach zum Teil an den falschen Orten?
    Ich bin selbst Österreicherin, komme aus Kärnten, habe in Graz und zuletzt in Wien gelebt und bin vor 1 Monat nach Berlin gezogen. Ich finde es toll! Outfitmäßig sind die Leute natürlich nicht mit Wien I, Salzburg, Hamburg oder München zu vergleichen, aber irgendwie mag ich es auch, dass es hier so unaufgeregt ist. Und selbst wenn frau oder man sich voll aufstylt, stört das keinen. 🙂
    Ich hoffe, Ihr hattet trotzdem einen schönen Aufenthalt! Alles Liebe, V.

    • Katharina

      Hi liebe V., das freut mich für dich, dass es dir gut geht – ich glaube z.B., dass Berlin für jemand der dort wohnt viel mehr zu bieten hat als für jemanden, der nur für ein Wochenende kommt so wie wir, offensichtlich braucht es auch ein bisschen Zeit, die richtigen Orte zu finden! Wahrscheinlich ist es auch leichter, wenn man jemanden kennt, der in Berlin wohnt! Liebe Grüße, Kathi

  • Anonymous

    Will you no longer be translanting your post in English?

    • Katharina

      Hi Anonymous, I’m sorry – but no! I decided to post in German from now on and to switch from my normal content to short stories. ;(

  • Katharina

    Ich finde deinen Schreibstil wirklich amüsant und die Idee, den Blog persönlicher gestalten sehr schön. Ein bisschen weniger von oben herab wäre allerdings noch ein wenig sympathischer. Mode ist ja bekanntlich Geschmackssache und du solltest in Erwägung ziehen, dass – sowohl in Berlin, Wien oder sonstwo – so einige Menschen ob der Stella McCartney/Panama-Hut und Loafers-Garderobe die Nase rümpfen und dies als ‘schlechten Kleidungsstil’ bezeichnen.
    Statt Garderobe könnte man ja auch synonym Uniform sagen, denn ja, für manche Leute steht Individualität vor Prestige, aber das ist eine ganz andere Geschichte)

    • Katharina

      Erst mal vielen Dank für Lob und Kritik, dazu nur eine Anmerkung – als Uniform würde ich eher die Gesamterscheinung der Berliner Jugend bezeichnen, von Individualität sind wir hier weit entfernt 🙂 Und zu dem von oben herab – es soll ein satirischer Artikel sein, und die sind nunmal so geschrieben, das ist eben der Witz dabei 🙂

  • Katharina

    Gelungene Satire ist – meiner Ansicht nach, hier teilen sich sicher die Geister – weder verallgemeinernd (schon gar nicht auf eine Stadt bezogen, die so groß ist, wie Berlin) noch von oben herab. Indem ihr euch selbst als Kontrast zu fehlender Ästhetik und Ungepflegtheit empfindet, stellt ihr euch auf ein Podest – und das ist ein bisschen verwunderlich ob der Tatsache, dass dein Stil und der deiner befreundeten Blogger kaum auseinanderzuhalten ist. Stichwort Uniform.
    Vielleicht ist es gerade deswegen so erfrischend und schön zu lesen, dass du aus diesem Blog etwas Anderes machst. 🙂

    • Katharina

      Ich darf hier meinen Freund Wikipedia für eine Definition von Satire zurate ziehen: Satire ist in der älteren Bedeutung des Begriffs eine Spottdichtung, die Zustände oder Missstände in sprachlich überspitzter und verspottender Form thematisiert. Im heutigen Sprachgebrauch versteht man darunter aber meist einen künstlerisch gestalteten Prosatext, in dem Personen, Ereignisse oder Zustände verspottet oder angeprangert werden.

      So, meiner Meinung nach ist es eine subjektive Angelegenheit, was als Missstand empfunden wird und beziehe mich hier auch auf die Definition, die klarstellt, dass Satire immer überspitzt thematisiert – würde ich den Kontrast also nicht so krass darstellen, wäre es nur halb so lustig und ein fahler Text – stimmst du mir zu? Man kann Texte auch mal mit einem Augenzwinkern betrachten, dann würde man auch sehen, wo sich die Spitzen gegen uns zwei als Touristenpärchen richten, und nicht nur gegen Berlin.

    • Katharina

      Persönlicher Geschmack und die Bewertung von Zuständen/Missständen ist wie du sagst subjektiv und deckt sich (wie vieles im Leben) nicht zwangsläufig mit einem Wikipediaeintrag, danke dennoch für die Definition. Doch, es ist definitiv erkennbar, wo sich die Spitzen gegen dich und deinen Freund zu richten versuchen, jedoch in einer Art und Weise, die impliziert, dass dein eigener Stil der einzig erstrebenswerte ist und ‘die Berliner’ lediglich aus einem Mangel an Modebewusstsein (und auch Ressourcen?) nicht zu Designertaschen, Bommel-Loafers und dergleichen greifen.
      Ich weiß natürlich nicht, wo du dich in Wien aufhälst, aber auch hier wirst du Berlin in Aspekten wiederfinden und Leute treffen, die den Stil wie du ihn trägst bewusst ablehnen und die Ästhetik darin vergeblich suchen. Satire hin oder her, ein bisschen (gegenseitige) Toleranz ist hier nicht falsch.
      Bin auf deine weiteren Beiträge gespannt, einen angenehmen Nachmittag im sauberen Wien 😉

    • Katharina

      Katharina, ich würde sagen, wir beenden die Diskussion an dieser Stelle, da wir einfach (was ja auch OK ist) geteilte Ansichten zu dem Thema haben und ich nicht den Sinn dahinter sehe, dich jetzt endlos dazu zu bringen, diesen Text einfach ein bisschen locker zu sehen und dich nicht an einer für dich unglücklich gewählten Formulierung aufzuhängen. Jedoch darfst du eins hier nicht vergessen – dies ist kein ernst gemeinter, politisch korrekter Artikel, sondern ein lustiger Text über eine Stadt auf einem persönlichen Blog – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Danke dir aber trotzdem für deine konstruktive Kritik, ich hoffe, dich werden die nächsten Texte mehr überzeugen.

  • Anne

    Der neue Anstrich, den du deinem Blog gegeben hast, gefällt mir wirklich sehr gut und macht es viel vergnüglicher, hier Zeit zu verbringen! Reine Modeblogs gibt es ohnehin zu viele, da bin ich immer froh, wenn man auch mal ein bisschen Text dazu bekommt – vor allem, wenn er so gut geschrieben ist! 🙂 Weiter so!!

  • Anonymous

    Ich muss wohl saumäßig cool sein. Dass das so sein muss, schließe ich daraus , das ich nicht zu der Sorte gehöre , die bei 40 Grad in Seidenshorts (und auch nicht bei 20 Grad), darin eine gute Figur abgibt. Die fühlen sich an meinen Hüften dann genauso angenehm an wie nervige Duschvorhänge auf nassen Hintern und damit würde ich in der Prinzessinnenallee allerhöchstens die Magd abgeben. Wenn mich also der Wunsch nach Rebellion überkommt , fahre ich vielleicht nach Hamburg oder nach Wien in den ersten Bezirk zum In- Italiener oder kurzum einfach dorthin , wo alle irgendwie schicker, gepflegter, gezupfter , aufgerüschter aussehen. Wo Mädels bei Saharahitze entspannt aussehen , als würde ihre Haut keinerlei Poren besitzen. Solche , die den ganzen Tag mit 14 cm Manolos entspannt durch die Stadt flanieren , wie barfuß und nicht wie ein Storch im Salat. Solche, denen ein Cosmopolitan in der Hand steht und die dabei nicht aussehen als hätte das Mädchen , das dafür viel zu alt ist, im mütterlichen Kleiderschrank gestöbert und sich kostümiert um Sex and the City zu spielen 😉

  • Anonymous

    Ein Spitzen-Text! Ich hoffe, all Deine Freundinnen und Followerinnen mit ihren Stella McCartney Taschen, Panama-Hüten und Freunden mit “Tassel Loafers á la Johannes Huebl” (da musste ich schon sehr lachen) lesen ihn und nehmen ihn sich zu Herzen, in sofern nämlich, dass sie WEG bleiben und mir in dieser wundervollen Stadt nicht meine Sommerlaune verderben.

  • D.

    Einfach großartig geschrieben! Ich verstehe nur nicht, wieso manche das hier wieder so verbissen ernst nehmen müssen. Von mir aus bitte mehr davon, mir gefällt der neue Wind auf deinem Blog ausgesprochen gut!

  • Jen

    Großartig geschrieben, witzig und erfrischend 🙂

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