Living-Room-1Trennungen fallen mir immer sehr schwer. Ich kann mich noch erinnern, wie meine Eltern mit Absicht mein Lieblingskuscheltier “verloren” haben – es war ein ein Seidenelefant namens “Babar” (der Generation 25 + dürfte das noch ein Begriff sein) und ich konnte ohne ihn nicht leben. Er musste überall hin mit, in die Kirche, auf Urlaub, ins Bett, zum Essen, ins Lokal – und wenn er mal nicht mit durfte, gab’s natürlich – wie sollte es auch anders sein – ein riesen Drama. Meine braven Eltern haben das Gezeter also ziemlich lang ertragen, das Problem an dem Viech war allerdings, dass es irgendwann vor Dreck gestanden hat und man es dank dem edlen Stoff (wieder mal – nur das Beste für die Katharina) nicht waschen konnte und meine Lieblingsbeschäftigung war, den Elefanten an jeder erdenklichen Stelle abzulutschen. So weit, so eklig, also trafen meine Eltern die schwere Entscheidung, ihn ganz á la Sonntagstatort verschwinden zu lassen. Zum Ergebnis kann ich nur sagen, dass ich noch heute sehr traumatisiert davon bin, wie ihr sicherlich gerade merkt, denn eigentlich wollte ich euch nur kurz erzählen, dass ich schwer loslassen kann. Selbe Geschichte, anderer Schauplatz – die Trennung von meinem ersten Auto. Tränen, Liebesschwüre, Bezeugungen ich würde es wieder zurückkaufen und romantische Reminiszenzen von unseren gemeinsamen Abenteuern. Oder das eine Mal, als ich mich im Urlaub verliebt habe (ich war 13) – ein junger Italiener  mit blondem Haar, den ich zwar nie wiedergesehen, dafür aber die Trennung samt Celine Dion auf Volume 3000 und unter Tränen im Auto meiner Eltern auf der Heimfahrt zelebriert habe. Ich glaube, es muss für sie eine ziemlich lange Fahrt gewesen sein. Worauf ich hinauswill – es gibt wohl Menschen, denen es sehr leicht fällt, Abschied (von was auch immer) zu nehmen, und ich gehöre mit Sicherheit nicht dazu. Und jetzt ist es so weit – in weniger als einem Monat ziehen wir um und ich sag’ Tschüss zu meiner ersten eigenen Wohnung. Psychisch hatte ich ja schon ziemlich lange Zeit, mich auf die Trennung einzustellen und ich freue mich ja auch schon wirklich wahnsinnig auf die neue Bleibe samt Dachterasse und Pipapo. Allerdings dachte ich mir, lieber vorsichtshalber noch ein paar Abschiedsfotos von der alten Wohnung schießen, falls das Trauma mich nochmal einholen sollte – dann kann ich zumindest hier am Blog virtuell in mein altes Wohnzimmer eintreten, in dem ich sicherlich die meiste Zeit verbracht und mich immer pudelwohl gefühlt habe:

Living-Room-2Living-Room-4Living-Room-3Living-Room-6 Living-Room-5Living-Room-7Sofa, Stehlampe: Kare // Tisch: Interio // Laterne: WMF // Teppich: Vintage // Lammfell: Ikea // Vase: Depot // Spiegel: Lutz // Lila Polsterbezüge: H&M Home // Kaffeetasse: Butlers


COMMENTS


  • Jenny

    Oh ja, das kenne ich zu gut und man gewöhnt sich nie wirklich daran!!
    Bei meinem ersten Auto habe ich auch RIESIGE Krokodilstränen geheult…noch heute denke ich gerne an das Auto…aber glaub mir, die “Neue” die da kommt, wird dich mit ihrem Charme einwickeln und hallo?? Dachterrasse?? Ein Traum!
    Liebe Grüße
    Jenny

  • Carry

    Dein Wohnzimmer ist echt wunderschön, ich wünschte, ich hätte auch solch ein gutes Händchen für Einrichtung und Design 🙂 Ich bin mir sicher, dass dein neues Wohnzimmer mindestens genauso schön, wenn nicht sogar noch schöner wird 🙂

  • Luisa

    Dein Wohnzimmer sieht sehr gemütlich und kuschelig aus- da hätte ich mich auch pudelwohl gefühlt;)

    Liebe Grüße
    Luisa

  • Vanessa

    Erkenne ich da Parallelen? Mein Freund ist seit Jahren genervt weil ich meine Lieblings Kuscheltiere immer noch im Bett liegen hab 😀 und als ich letztes Jahr unsere erste gemeinsame Wohnung für zwei weitere Jahre Studium und ein WG Zimmer aufgeben musste hab ich zwei Tage lang Rotz und Wasser geheult. So. Aber hey, eine Dachterrasse und ein Neubau! Das setz ich mir auch als Ziel 🙂 freue mich schon auf erste Einrichtungsfotos aus eurer neuen Wohnung 🙂

    Liebste Grüße,
    Vanessa

  • Nissi Mendes

    Ein Gefühl, dass ich leider nicht kenne. Jedesmal wenn ich umgezogen bin, freute ich mich dermasse auf die neue Wohnung, dass ich mich sehr gut von der alte trennen konnte. Viel Spass beim Umziehen.

    ♥ Nissi
    http://www.nissimendes.ch

  • Kristin

    Hahahahahahaha. Ich habe mich köstlich über Babar amüsiert und freue mich sehr, dass er bei dir eine gute Zeit hatte. Ich war mal als Babar in der Grundschule zum Fasching verkleidet und gebe auch immer wieder gern zum Besten, dass ich das ganz toll fand. Auf meinem Hals steckte ein riesiger Elefantenkopf. Ich habe Babar geliebt. Nur irgendwie weiß fast nie jemand was mit Babar anzufangen, der war doch damals voll hipp. Ich freue mich immer so, wenn andere Menschen auch Babar kennen. Du hast meinen Tag erheitert!
    Liebste Grüße aus Stettin, Kristin

  • Peonie

    haha barbar herrlich!! mir wurde damals erzählt meine geliebte puppe, Johannes, geht reißen, verbunden mit riesigen tränen aber sie war weg!!

    aber hallo dachterrase?? was will man mehr 😉

  • Jana

    Mit Abschieden kann ich auch überhaupt nicht umgehen. Wie gut, dass ich daher mal wieder beschlossen habe, das Land zu wechseln, und mich nun bis Ende Juni von den meisten meiner Dinge trennen muss, weil ich nicht alles mit in die USA nehmen kann. Du behältst ja bestimmt wenigstens einige deiner Möbel … das macht es etwas einfacher.

  • Jennifer

    haha bei mir war es mein nili (ein nilpferd 🙂 )
    ich kann dich soo gut verstehen. ich plane im sommer nach berlin zu meinem freund zu ziehen und werde meine wohnung mal temporär untervermieten… schon ein komisches gefühl sein gewohntes zuhause herzugeben. aber wie war das nochmal? NEU IST IMMER BESSER 🙂

  • Lynndgren Lynndström

    Mir fallen Trennungen ebenfalls sehr schwer. Schon als Kind fiel es mir schwer, Dinge wegzuwerfen, die mich an bestimmte Personen oder Ereignisse erinnerten, sodass ich fast zum kleinen Messi- Kind wurde. Zum Glück hab ich diesen Teil überwunden!

    Dein Wohnzimmer gefällt mir super gut und ich kann den Trennungsschmerz durchaus nachvollziehen! Aber die neue Wohnung wird sicher genauso, wenn nicht sogar noch schöner. 🙂

    Liebe Grüße
    Lynndgren Lynndström

    http://www.LynndgrenLynndstroem.blogspot.de

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