Bildschirmfoto 2015-11-18 um 10.15.24“So let’s not pay attention to it all, it’s useless and just distracting. Let’s live in the world we want for each other. So… let’s change stuff up. Let’s question things, learn more and move away from social approval. Let’s be game changers.” Essena O’Neill, Let’s Be Game Changers

Als Blogger steht man ja zur Zeit in vielerlei Hinsicht unter Beschuss, konkret geht es scheinbar um das Fehlen von folgenden Dingen: Authentizität, Transparenz, Originalität und Kreativität. Vorreiterin dieser Bewegung ist Essena O’Neill, die sich durch einen genialen PR Stunt in nie geahnte Höhen katapultiert hat und ihre Followerschaft dadurch um ein vielfaches vergrößern konnte, zumindest ist das mein persönlicher Eindruck von der ganzen Geschichte, denn um wirklich authentisch zu sein (und diesen Anspruch hat Essena ja scheinbar an sich selbst …aber was eigentlich ist Authentizität genau? Wer definiert, was authentisch ist und was nicht?) fehlt es bei ihr an allen Ecken und Enden. Sie tut mir leid und ich weiß, dass sie unter großem Druck gestanden hat, weil sie anscheinend ein Leben gelebt oder portraitiert hat, dass nicht authentisch war – das bedeutet aber nicht, dass Social Media an sich falsch ist. Es heißt nur, dass sie selbst es vorgezogen hat, sich für Geld und Marken zu verbiegen und diesen Eindruck generalistisch auf eine ganze Branche übertragen hat. Das nur als kleiner Diskurs am Rande, denn eigentlich geht es heute darum, mal einen Schritt zurück zu treten und unsere Bloggerwelt so zu sehen, wie sie ist, wie sie früher war und zu was sie sich entwickelt hat – aber vor allem, was sie eigentlich sein sollte.

“Früher war ja alles soviel besser!”

Als ich angefangen habe zu bloggen, waren meine Fotos aus heutiger Sicht schlecht, die Texte schlecht, die Outfits schlecht, aber Spaß gemacht hat es trotzdem. Ich wollte einfach mein eigenes kleines Plätzchen, und dieses Plätzchen hat sich, genau wie ich, weiterentwickelt. Im Laufe der Jahre ist der Blog schöner geworden, meine Kolumnen besser, ich habe meinen persönlichen Stil gefunden und das Kameraequipment ist gewachsen. Ich habe Lightroom entdeckt, Instagram ist aus dem Boden geschossen und mit ihm viele Mädels, die endlich ihre Inspirationen mit anderen teilen konnten. So, eigentlich ist ja alles viel besser jetzt, wieso also die ganze Kritik? Mein Gott, mir kommt das Gemeckere vor wie ein Kaffekränzchen unter Großmüttern: früher war ja alles so viel besser! War es das wirklich? Ist man nur authentisch, wenn man “das echte Leben” zeigt, und das mit möglichst schlechtem Licht und Fotoqualität? Sind denn die schönen Dinge meines Lebens nicht wert, sie zu zeigen, sind sie automatisch fake? Tut mir leid, wenn ich diese Botschaft loswerden muss, tut mir leid, wenn sie arrogant klingt, aber let’s cut the crap: mein Leben ist schön. Und zwar großteils. Klar häuft sich bei mir Wäsche, aber nur hin und wieder, klar bin ich manchmal ungeschminkt, aber auch schon vor dem Blog bin ich nur geschminkt in die Stadt gegangen. Klar bin ich manchmal krank, dann würde ich aber auch keine Gäste empfangen, wenn ich mich dreckig fühle – wieso also darüber auf dem Blog berichten? Wohin ist der Ansatz verschwunden, dass Blogs eine Quelle der Inspiration sein sollten?

Inspiration oder Copy Cats?

Und wo wir beim Thema Inspiration sind – wie es mich ankotzt, dass wir uns ständig anhören müssen, wir wären alle gleich, weil wir alle Blumen posten und unsere Instagram Feeds hell und freundlich gestaltet sind – ach kommt schon, kennt ihr denn einen einzigen Menschen, der keine Blumen mag? Blumen sind schön, Dufterzen mag man eben und wir mögen Kaffee und Cupcakes, und das würden wir auch bestimmt, wenn wir keine Blogs hätten. Trotzdem ist keiner von uns ist gleich, nicht mal ansatzweise, denn Authentizität definiert sich nicht über Blumen und Cupcakes. Und würde man sich die Mühe machen, sich wirklich mit den Blogs zu beschäftigen, könnte man das auch ganz schnell herausfinden. Macht man aber nicht, denn man schließt sich lieber der Horde zeternder Weiber an, die lieber mit dem Finger auf andere zeigen, als sich wirklich mit den Personen hinter den Blogs zu beschäftigen. Ich kann da so viele Beispiele aufzählen: Masha mit ihrem tollen Stil und den Sonntagsbeiträgen. Vicky mit ihrer einmaligen Art, einen in ihr schönes Leben eintauchen zu lassen. Nina mit ihren ehrlichen Sportbeiträgen. Sonja mit ihrem außergewöhnlichen Stil. Maddie mit ihrem sozialen Engagement. Leonie mit ihrem Gespür für Fashion und Franzi mit ihren sehr bedachten Texten. Ich könnte ewig so weitermachen und noch hundert tolle Mädels aufzählen und genau deswegen regt mich diese Diskussion so auf – wir alle mögen vielleicht ein paar derselben Dinge, weil wir eben Mädchen sind. Wir haben vielleicht einen ähnlichen Geschmack, aber wir sind einzigartig. Jede für sich. Und gegen ein bisschen gegenseitige Inspiration ist nichts einzuwenden, sonst wäre der ganze Sinn des Bloggens an sich obsolet.

Dieser Beitrag ist aufgrund eines Kommentars entstanden, der mich sehr getroffen hat – wir alle stecken sehr viel Arbeit und einen Großteil unserer Persönlichkeit in unsere Blogs und auch wenn viele Leser das manchmal vergessen, auch wir sind Menschen mit Gefühlen, die verletzt werden können. 


COMMENTS


  • Bettina

    Du hast es wirklich auf den Punkt gebracht liebe Kathi!
    Unglaublich toller Text (bin ja eh riesen Fan deiner Schreibkünste) und so wahr.
    Auf den ganzen C*** wünsch ich dir auf jeden Fall noch einen schönen Abend 🙂
    x Bettina
    http://www.bohosandbombs.com

  • Eva

    Ich kanns nur immer wieder sagen: Kathi ich liebe deine Kolumnen einfach! Das ist zum Beispiel einer der vielen Gründe warum ich DEINEN Blog so gerne lese, weil man bei dir 10000%ige Ehrlichkeit erwarten kann und sie auch bekommt! Wirklich toll geschrieben, ich stimme dir in jedem angesprochenen Punkt zu!!!!!

    Wünsch dir einen schönen Abend,

    Eva von http://www.bitsandbobsbyeva.com

  • Rebellious Lace

    Ich liebe deine Kolumnen auch – du schreibst als würde man neben dir sitzen und man kann sich super in dich hineinversetzen. Meistens muss ich schmunzeln, weil ich denke du sprichst mir direkt aus der Seele 😉 Jeder ist besonders und einzigartig. Wichtig ist, dass man sich selbst nicht verbiegt … Mach weiter so!

    Liebe Grüße,
    Simone

  • Caro

    Ganz toller Artikel! Sehe ich auch so. Warum nicht die schönen Dinge im Leben teilen? Von den weniger schönen hat man selbst genug, die müssen nicht der ganzen Welt gezeigt werden. Ich finde super, was und wie du es machst, also weiter so!!
    Sehe die Essena O’Neill Aktion eher auch als guten PR Zug…
    Finde auch nicht ok, dass alle Social Media Kanäle verurteilt werden. Es hängt schließlich alles von den Verwendern ab. Und niemand ist gezwungen einen Blog zu lesen. Wer das nicht inspirierend oder interessant findet, soll es einfach lassen.
    Klassische Journalisten werden niemals so bekritelt wie ihr Blogger und ich bin mir sicher, dass diese ihre eigenen Beiträge oft weniger gut recherchieren oder hinterfragen.

    Also bitte weiter so und nicht runterziehen lassen von blöden Kommentaren mancher Neider!

    LG Caro

  • Vanessa

    Liebe Kathi,

    ich muss jetzt auch kurz meinen Senf dazu geben ;). Noch vor einem Jahr habe ich überhaupt gar keine Blogs gelesen… das war mir alles ein bisschen zu künstlich und langweilig. Bis zu diesem schicksalhaften (;)) Tag, als ich deinen Blog entdeckt habe! Daraufhin habe ich gemerkt, dass es auch andere Blogs gibt – mit ehrlichen, interessanten Inhalten und Anekdoten aus dem Alltag (ich hab mir vor Kurzem fast in die Hose gemacht, als ich den Beitrag über euren Mailand Aufenthalt gelesen habe :D). Mittlerweile lese ich auch andere Blogs, manche mehr, manche weniger, aber deiner ist mir immer noch der liebste!

    So, genug geschleimt 😉 Lass dich nicht runterziehen von all den Neidern!

    Liebe Grüße
    Vanessa

  • Trace

    Ich stimme dir hier uneingeschränkt zu, besonders auch im Bezug auf Essena. Social Media ist nicht zwangsläufig fake, sie war/ist fake…und hat damit nebenbei ordentlich Geld gemacht.
    Dein Beitrag hat es wirklich auf den Punkt gebracht, danke dafür!

  • Kerstin

    Oh liebe Kathi, du hast den Nagel mal wieder auf den Kopf getroffen. Du hast wirklich sowas von recht. Deine Kolumnen sind immer zu 100% echt und authentisch, deshalb liebe ich deinen Blog so sehr. Klar gibt es Dinge die viele gleich machen. Aber sind sie deshalb auch gleich schlecht?

    Love, Kerstin
    http://www.missgetaway.com/

  • Sylvia

    Wow super Beitrag echt! Genauso denke ich auch über dieses Thema. Ich habe viele Blogs schon früher gelesen, zuerst zB. den von Vicky und über sie bin ich dann auf deinen gekommen. Deine Beiträge waren mir früher ab und zu ZU kritisch und zu “negativ”. Ich wollte diese heile Scheinwelt sehen und will es immer noch. Ich sag immer, Realität hab ich jeden Tag, brauch ich nicht auch noch Online. Heute ist deiner einer meiner Lieblingsblogs geworden weil er sehr authentisch ist und garkein langweiliges bla-bla.

    Ganz liebe Grüsse
    Sylvia

  • Nina

    Einen positiven Punkt hat “dieser” Kommentar, du hast einen weiteren tollen Beitrag gepostet. Einerseits verstehe ich deine Aufregung, aber hey.. du musst dich nicht rechtfertigen. Du hast einen klasse Blog “aufgezogen”, du bist super sympathisch, hast einen mega coole Stil und scheinbar viele “Fans”.

    Kann es nur immer wieder sagen, ich besuche deinen Blog unheimlich gerne.

    Bitte bleib dabei und lass dich von niemanden unterkriegen. (Sicher gehören hier und da auch negative Kommentare/Meinungen dazu, aber merkt dir, wie viele du auf deiner Seite hast!)

    Einen schönen und entspannten Abend
    LG Nin

  • Emily

    Endlich hat es mal jemand gesagt. Danke dafür!

  • Klara

    Sehe die Essena O’Neill Aktion eher auch als guten PR Zug. Dein Text ist auf alle Fälle gut auf den Punkt gebracht. Man will ja schöne Bilder und tolle Sachen sehen, sonst wäre es ja total langweilig. Niemand will mehr schlechte Qualität und dunkle Bilder sehen.
    Es ist nicht alles fake, das stimmt, aber bei vielen Bloggern habe ich dennoch das Gefühl, dass nur noch bezahlte Beiträge online kommen. Ist zwar ok, doch leider doch etwas fake und die Liebe zum Bloggen und die Persönlichkeit geht da etwas verloren.

    xx Klara

    http://www.klarafuchs.com

  • Lisa

    Ich glaube jeder lebt in der Welt in der er/sie sein will. Wir schaffen uns alle einen individuellen Platz in unserer Gesellschaft, egal ob in der virtuellen oder physischen Welt. Wenn das für andere fake ist, dann ist das eben so. Jedoch entscheidet jeder selber, ob man zeigt bzw. erzählt was gerade in seinem Leben los ist. Ob das über einen Blog ist oder im Alltag ist doch die Sache von jedem einzelnen von uns! Auf die Frage “Wie geht es dir?” kann ich auch oberflächlich oder ganz ehrlich antworten! That’s life – you decide.

  • Katharina

    Liebe Kathi 🙂
    Du hast eine wunderbare Kolumne verfasst! Ich mag es sehr, wir du “frei Schnauze” schreibst und dich nicht verbiegst 🙂 Ich finde deinen Blog und vor allem deinen und Vicky’s, wirklich eine Quelle der Inspiration 😉 Danke für eure schönen Fotos und tollen Beiträge!
    Liebe Grüße
    Kathi

  • Jana

    Dein Blog ist toll so wie er ist, du bist toll so wie du bist.
    Mach weiter so 🙂
    Und ich stimme dir voll und ganz zu.

  • Victoria

    “Macht man aber nicht, denn man schließt sich lieber der Horde zeternder Weiber an, die lieber mit dem Finger auf andere zeigen, als sich wirklich mit den Personen hinter den Blogs zu beschäftigen. ” Ich musste so lachen als ich das gelesen habe weil es genau das trifft was ich mir auch denke 😀 Du hast wirklichen einen tollen Schreibstil der mich so oft zum lachen bringt, weil du es einfach grad heraus sagst 😀 Weiter so bitte! 🙂

    Liebe Grüße, Victoria

  • kami

    Amen Schwester! Ich finde das ganze Gerede sinnlos. Wenn du Social Media nicht magst und es dir zu viel ist.. dann sollten es die Leute lassen und sich ihre Nerven sparen.
    In Magazinen sieht man ja auch keine schlechten Fotos und ungeschminkte Leute.. also wirklich

    Schönen Abend und mach weiter so!!! LOVE IT

  • Glamy

    Du hast absolut Recht! Es ist nur ein Marketing Gag von Essena. Wenn man das Thema weiter ausrollen würde, dann müsste man die ganze Welt der Photographie verleugnen. Die Profi Fotografen veröffentlichen auch nur ihre besten Bilder.

    XX Grammy.at
    http://www.glamy.at – beauty, lifestyle & travel blog

  • Kathi

    Auch wenn ich im speziellen Fall von Essena etwas anderer Meinung bin und nicht an einen einfachen PR-Stunt glaube, hat du die allgemeine Situation und alles drumherum super auf den Punkt gebracht. Vielen Dank dafür! 🙂

    lg, Kathi
    http://www.ilvieebella.com

  • Bettina

    Toller Beitrag Kathi. Ich sehe das sehr ähnlich wie du.
    “Früher war alles besser” – schade dass man dabei immer nur die guten Erinnerungen behält und sich das Bild verfälscht.
    Obwohl sich die Bloggerszene stark gewandelt (und meiner Meinung nach in ihrer Professionalität verbessert) hat, denke ich, dass es immer noch Aufholbedarf für Unternehmen, aber auch die Mitmenschen gibt.
    Blogger sind zwar in aller Munde, aber trotzdem noch für viele ein befremdliches Bild. Viele wundern sich, wenn ich ihnen sage, dass ich manchmal bis nach Mitternacht sitze um an meinem Blog zu arbeiten (Technische Veränderungen und neue Beiträge schreiben kostet eben Zeit) – jemand der nicht aus der oder einer ähnlichen Branche kommt, weiß nicht wie viel Zeit und intensive Arbeit es kostet einen Beitrag zu gestalten, E-Mails zu bearbeiten um dem Leser Neuigkeiten und Hilfestellungen bieten zu können, Social Media Management zu betreiben und Bilder (leicht) zu bearbeiten – eben eine Webseite zu hosten/ein Unternehmen zu führen. Denn seien wir mal ehrlich. Willst du einen erfolgreichen Blog führen, dann solltest du auch wirklich professionell damit umgehen, als wäre es ein richtiges Unternehmen – falls man sich nicht sowieso schon selbstständig damit gemacht hat.

    Ich hatte auch schon das Gefühl, dass Unternehmen das nicht zu schätzen wissen und nur “Verlinkungs-geil” sind. Dabei wird sich gar nicht wirklich mit der Bloggerwelt auseinander gesetzt sondern lediglich auf die Reichweite geachtet. Was nicht unbedingt negativ ist – schließlich wollen die ja auch was für ihr Geld, allerdings kann man so schnell übersehen, wie einzigartig jeder ist und nur die “ähnlichen” Fotos oder Stile sehen. Erst wenn man sich wirklich mit den Beiträgen auseinander setzt, weiß man, wie individuell doch jeder ist.
    (Abgesehen davon dass das der Hausverstand sagen sollte – niemand ist gleich!)

    Und von der Leser-Seite ist es genauso. in 99% der Fälle sind das die Leute die keine oder kaum Blogs lesen.

    Wenn ich zum Beispiel zu Media Markt gehe und als Laie eine neue Kamera suche, ohne mich davor mit dem Thema auseinander zu setzen, schauen die für mich auch mehr oder weniger gleich aus. Erst nach genauerer Betrachtung und lesen der technischen Details, weiß ich wie sie sich unterscheiden und welcher die perfekte Kamera (für mich) ist.

  • Miss Steffi

    Vielen Dank für Deine – wie immer – sehr ehrlichen Worte, ich mag es sehr, dass Du Dir frei von der Leber weg Deine Gedanken unterschreibst & mit uns teilst.
    Zum Thema – man kann es sowieso nicht allen Recht machen. Wenn ich jetzt z.B. mich persönlich hernehme, dann ist es für mich manchmal einfach ein overflow an perfekten Bildern, perfekten Mädels mit perfekten Haaren, perfekten Figuren und jeder hat gerade die it-pieces die Saison, auch wenn es sich um Taschen im Wert von 1500 Euro handelt, die gefühlt im Wochentakt gekauft werden. Wenn ich merke, dass mir das zu viel wird, dann schraub ich aber halt einfach runter und lese ein paar Tage keine blogs, es zwingt mich doch keiner dazu.
    Wiederum gerade jetzt nach den Anschlägen in Paris war ich froh um die “Flucht” in andere Themen, weil es einfach zu viel war mit der Berichterstattung um Bomben, tote Menschen und “prayfor xyz” hashtags. Ich bin sicher, dass aber wiederum viele blogger, die nicht ihre Meinung zu den aktuellen Ereignissen gepostet haben, sich dafür einiges an Kritik haben anhören können und dann wieder Angriffe gekommen sind von wegen “ach wie oberflächlich”. Maddie kann sich wahrscheinlich dafür kritisieren lassen, dass es bei ihrem blog zu viel um Flüchtlingsthematik und ihren veganen lifestyle geht.
    Also, wie gesagt, recht machen kann man es sowieso niemanden..

  • Mia

    Ich finde diesen Post wirklich toll. Ich selbst bin keine Bloggerin, ich hatte vor vielen Jahren meines Studiums einmal damit begonnen, aber mein Lebensweg hat sich danach in eine andere Richtung bewegt, sodass ich mir auch nicht die Zeit genommen habe, es weiter zu führen.

    Allerdings bin ich aktive Leserin diverser Blogs und ich stimme dir zu: die Qualität der Inhalte und Bilder ist in den meisten Fällen viel besser geworden. Ich habe auserwählte Blogs aus verschiedenen Bereichen von Menschen, bei denen ich das Gefühl habe, sie machen das mit Liebe und Herzblut.
    Es gibt immer wieder Negativ-Beispiele, und natürlich gibt es Menschen, die sich verstellen um etwas darzustellen, das sie nicht sind. Aber diese Menschen hat es auch immer schon gegeben, nur können sie sich jetzt hinter einer digitalen Fassade verstecken.

    Kurz Zusammengefasst: Mach weiter so, solange du Spass dabei hast und dir selber treu bleibst!

    lg Mia

  • Lavender Province

    Hallo Kathi!

    Ein interessanter Beitrag! Sicherlich sind gewisse Tendenzen bei diversen Blogs zu erkennen, es werden ähnliche Schriften, ähnlich Themen, ähnliche Probleme diskutiert … wie um in einem Wettbewerb, in dem es mitzuhalten gilt. Doch Du schreibt sehr gut, dass Café, Cupcakes und Macarons eben Dinge sind, die uns interessieren und die wir mögen.
    Ich gehöre auch zu denjenigen, die einfach versuchen, die schönen Seiten des Lebens zu betonen. Schlecht genug ist die Welt von alleine. Da muss ich mir mein Leben nicht noch extra mit Problemen, die sich nicht von heute und der Beteiligung einer einzelnen Person lösen lassen, belasten.
    Soziales Engagement ist wichtig und zum Glück gibt es Blogs, die so etwas aufzeigen und dazu aufrufen.
    Doch auf der anderen Seite ist nicht alles schlecht und ich glaube wir sind viel zu sehr dankbar für unseren Lebensstil und dass wir auf die Schokoladenseite des Lebens gefallen sind.

    Alles Liebe, H. von lavenderprovincs.wordpress.com

  • Hannah

    Erkenne ich mich in dem was ich tue? Tue ich es weil ich es selbst will und nich weil es alle anderen machen oder ich glaube, so anderen zu gefallen? Ich denke diese Fragen sollte man mit ja beantworten können, um authentische sein zu können. Auch ich habe mich in letzter Zeit viel mit dem Thema beschäftigt und ich bin der Meinung, dass nicht alles schwarz oder weiß ist. Ich halte nichts von Verallgemeinerungen, seien sie positiv oder negativ. Sicherlich gibt es sehr viele hervorragende Blogger, die meine oben genannten Fragen mit ja beantworten könnten. Die eine eigene Handschrift und eine eigenen Stil besitzen. Du hast in deinem Beitrag einige Beispiele erwähnt auf die das sicher zutrifft. Doch genauso gibt es Blogger die einfach nur auf den Zug aufspringen und das tun was sich bei anderen schon bewährt hat.
    Dass es gerade bei den Themen Fashion und Beauty zu Überschneidungen und ähnlichen Präsentationen kommt ist ganz klar. Als Blogger folgt man natürlich gewissen Trends doch meiner Meinung nach kommt es dann auf die eigene Interpretation des Trends an.
    Als Blogger die schönen Seiten des Lebens zeigen zu wollen ist vollkommen in Ordnung. Doch es gibt einen Unterschied zwischen schön und gekünstelt. Ich darf mich erst seit kurzem Bloggerin nennen, doch ich habe mir vorgenommen kein Outfit zu shooten welches ich nicht wirklich genauso anziehen würde. Oder ich schminke mich auch nicht irgendwie außergewöhnlich für Fotos. Ich möchte zeigen wie ich Trends sehe und interpretiere und wie ich wirklich herumlaufe.
    Dabei möchte ich mich natürlich von meiner besten Seite zeigen. Doch wenn man, um auf Essena O´Neill zu verweisen, 100 Fotos machen muss, um eines zu erhalten das man auf Instagram postet, ist man in meinen Augen nicht mehr authentisch. Und ich denke, dass sie nicht die einzige ist die soziale Medien auf diese komplett gekünstelte Art und Weise nützt.
    Mein Beitrag beyoutiful dreht sich um das Thema Authentizität. Vielleicht sind darin auch für dich interessante Ansätze dabei. Aber wie gesagt ich stehe noch am Anfang. Also nicht zu viel erwarten 😉
    LG Hannah von https://pinkpixxie.wordpress.com/

  • Nissi Mendes

    Du hast es auf den Punkt gebracht!! Mehr brauche ich nicht dazu zu sagen!
    Dieser Beitrag ist wirklich sehr toll, ein toller + ehrlicher Text.

    ♥ Nissi
    http://www.nissimendes.ch

  • Kerstin

    Liebe Kathi, ich kommentiere hier nicht oft – bin aber eine umso braver Leserin deines blogs. Ich kann hier nur von mir sprechen, aber ich besuche deinen blog gerade wegen deiner tollen Fotos – genauso wie ich mir z. B. gerne eine Frauenzeitschrift kaufe. Mit ein bisschen Menschenverstand weiss man dann auch, dass du (genauso wie die Magazine) schöne Motive heraussuchst, die Müslischale 10 mal in’s rechte Licht rückst oder das 40 selfie von dir machst – für manche Leute mag das “fake” sein, für mich ist es Liebe zum Detail! Ich bin ein Mensch der sich gerne schöne Dinge ansieht und werde deinen blog deshalb auch weiterhin besuchen! Deswegen (und wegen deiner erheiternden Texte 🙂 ) ganz liebe Grüße & schönes Wochenende Kerstin

  • Fiona

    Ach Mensch, ich finde die Diskussion langsam auch echt mühsam. Ich finde, dass sie niemand für irgendwas rechtfertigen muss. Und für mich gehört es auch einfach dazu, dass man irgendwann professioneller wird – das Ganze macht doch auch einfach super viel Spaß! Ich finde es toll sich auch mit dem technischen auseinanderzusetzen, neue Kameras und Objektive zu testen, neue Bildbearbeitungstricks zu lernen und und und. Die liebe Essena ist wohl einfach noch zu jung um den Unterschied zwischen Realiät und Social Media zu erkennen – wer damit nicht umgehen kann, der sollte es einfach lassen. Mach einfach weiter so 🙂
    Liebe Grüße, Fiona

  • Sophie

    Einen Blogger zu kritisieren wegen mangelnder Authenzität ist doch nur die bequeme Art sein eigenes Leben nicht reflektieren zu müssen. Nimm dir solche Kommentare bitte nicht zu Herzen, du bist super und einmalig!

  • Vivi

    Du hast es total auf den Punkt gebracht Kathi.
    Ich persönlich bin auch der Meinung, dass Essena das großteils eben als PR Gag verwendet hat, obwoh ich ihr hier nicht unterstellen mag, dass sie sich davor nicht unter Druck gesetzt gefühlt hat- Nein Nein.
    Aber ees ist ja echt so- Toller Beitrag!

    Ganz liebe Grüße, Vivi
    vanillaholica.com 

  • Birgit

    liebe kathi,
    das hast du wunderbar geschrieben. ich stimm dir zwar nicht in allen punkten zu aber du hast eben deine meinung und ich meine und ich finde es in ordnung, jedem seine meinung zu lassen.
    ich lese täglich 5 blogs und obwohl alle ähnlichkeiten haben (sind ja auch alle von mädels geschrieben) sind sie doch alle wunderbar unterschiedlich und individuell und jeder blog hat einen anderen speziellen grund, warum ich ihn lese und liebe.
    wenn alle gleich werden, würde ich nicht alle 5 lesen 😉
    mach weiter so wie bisher, du bist wunderbar!

  • Jeanette

    Sehr gut gesagt, dein Post spricht mir aus der Seele! Das lässt sich auch nur mit diesem Weitblick betrachten, wenn man schon einige Jährchen bloggt. Als ich meinen Reiseblog 2008 anlässlich einer Weltreise aus dem Boden gestampft habe, gab es noch keine Facebook-Seiten, kein Instagram und Twitter steckte in den Kinderschuhen. Und besagte Essena O’Neill wohl noch in den Windeln. Da freue ich mich über die gewisse Lebenserfahrung, die einen souverän unterscheiden lässt zwischen realem Leben und Fake – und die einen schöne Instagram-Bildchen schießen lässt, ohne dass man sich später verraten fühlt. Ja, erwachsen zu sein hilft, um sich nicht von Social Media überrollen zu lassen! Sondern es für sich zu nutzen, so viel oder wenig, wie man es eben für richtig hält.

  • Carmen

    Find ich gut, wie und was du da sagst! Aber auch das Titelbild ist spitze 🙂
    Dazu, dass früher alles besser war, kann ich nichts sagen – ich bin erst seit einem guten halben Jahr in der Blogosphere anzutreffen. Nichts desto trotz hab ich mich seither ein wenig umgesehen und bin sehr wohl auch der Meinung, dass wir alle uns nichts vorwerfen müssen. Es ist doch eine Frage der Prioritäten und dessen, was wir vermitteln wollen. Wäre der Inhalt meines Blogs der, wie toll man aussehen kann, wenn man eine Tüte übern Kopf hat oder während man krank ist, kann man das sicher schon mal posten – aber beispielsweise nicht, wenn jemand über nordischen Einrichtungsstil bloggt 🙂 Ich hab jedenfalls auch (wie viele zur Zeit :-)) ein Statement auf meinem Blog dazu verfasst, vielleicht mag ja wer vorbeischauen. Und falls nicht, kanns ein anderes Mal passen 🙂
    Schönen Abend!
    Liebe Grüße,
    Carmen
    http://www.goodblog.at

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