Na gut. Ich weiß, wir haben in der Zwischenzeit September, ich weiß auch, dass ich Anfang Juni auf Santorin war. Aktuell ist der Blogpost heute aber trotzdem, denn was ich über Santorin zu sagen habe, gilt auch im Herbst noch, nächstes Jahr, hoffentlich noch viele Jahre. Ich weiß nicht genau, was ich erwartet habe, aber über Santorin hatte ich hauptsächlich zwei Dinge im Kopf: weiße Häuser, die in die Klippen gebaut sind, und Geld. Viel Geld, denn Santorin ist teuer, das weiß man ja. Bei genauerer Recherche hat sich dann herausgestellt, dass beide Faktoren vor allem miteinander eine Rolle spielen: denn dort, wo es besagte Klippenhäuschen gibt, ist es auch besonders teuer, besonders voll, besonders touristisch. Das betrifft die Orte Oia und Fira, die zwar einen Besuch absolut wert sind, wir waren aber heilfroh, dass unsere Unterkunft im Süden war, wo sich die Touristenmassen nicht so schnell hin verirren. Der Ort, in dem wir gewohnt haben, heißt Perivolos und liegt am “Black Sand Beach”, einem der wenigen Sandstrände auf der Insel. Dort haben wir uns für das “Istoria” Hotel entschieden – ein wunderschönes, kleines Boutique Hotel genau nach unserem Geschmack. Zur Preisorientierung: wir haben Anfang Juni dort ca. 330 € pro Zimmer und Nacht, inklusive Frühstück für zwei Personen bezahlt – keine Okkasion, aber günstig verglichen zu den Raten der Hotels in Oia, wo ein vergleichbar schönes Hotel bei ca. 600 € pro Nacht anfängt, normalerweise aber sogar noch teurer.

Die Reisezeit mit Anfang Juni war für uns perfekt. Noch vor dem großen Touristenansturm, der so schon schlimm genug war, aber trotzdem schon warm genug, um unter Tags im Bikini baden zu gehen. Am Abend haben wir allerdings immer Pullover und Jacke gebraucht, weil es meistens sehr kühl und windig war. Vor Ort hatten wir einen Mietwagen, den wir direkt am Flughafen abgeholt und dort auch wieder retourniert hatten. Ich halte nichts von den Quads und Mopeds – so hat man nämlich auch gleich eine Möglichkeit, sein Gepäck zum und vom Hotel zu transportieren und spart sich zweimal die Taxikosten, abgesehen davon sind die Straßen in Griechenland nicht wirklich Moped-tauglich und mir, obwohl wir daheim ja selber Vespa fahren, wäre es zu gefährlich. Stattdessen hatten wir einen günstigen Kleinwagen, mit dem man super erkunden kann und der in den engen Straßen leicht Platz gefunden hat. Kulinarisch ist Santorin, wie Griechenland generell, einfach ein Highlight. Wir haben die fancy Spots gemieden und sind lieber von einer Taverne in die nächste und haben uns an Tzatziki, Brot und Fisch satt gegessen. Unsere Hotspots und Tips findet ihr weiter unten im Beitrag! Alles in allem kann ich Santorin wirklich sehr empfehlen und wenn man die Touristen Hotspots meidet, bzw. nur einen Abstecher dorthin macht, ist Santorin genauso traditionell, rustikal und wunderschön einladend wie alle anderen Orte in Griechenland, die ich bis jetzt besuchen durfte.

pyrgos:

Eine schöne kleine Bergstadt und nette Alternative zu Oia und Fira, einen Ausflug wert – einfach durch die Gassen schlendern und die Ruhe genießen.


perissa beach:

Entlang des Perissa Beach gibt es eine Beach Bar nach der nächsten, aber alles ein bisschen rustikal, also wer Ibiza erwartet, wird hier enttäuscht. Uns hat es aber nicht gestört, auch ein paar nette Tavernen findet man hier.


to psaraki:

Eine super nette Taverne mit tollem Ausblick über einen kleinen Hafen im südlichen Teil der Insel. Wenn ihr hier in der Gegend wohnt, unbedingt hingehen, reservieren und das Baklava probieren – so gut! Von unserem Hotel am Perissa Beach ca. 10 Autominuten entfernt.


tranquilo bar:

Unser liebster Lunch Spot in der Nähe vom Hotel mit den größten Salatportionen, die ich jemals gesehen habe – ein Salat reicht locker für zwei Personen zum Lunch.

the dolphins:

Dieses Lokal hat mir die liebe Christl empfohlen und es ist wirklich einen Besuch wert – ein ganz besonders schöner Spot direkt am Meer mit tollem, frischen Fisch!


the caldera:

Zum Sunset pilgern alle in die diversen Sunset Restaurants, die horrende Preise verlangen und die man sich mit vielen anderen, fotolustigen Menschen teilen muss. Wir hingegen sind zum Supermarkt gegangen, haben uns Brot, Tzatziki, Bier und Käse gekauft, uns direkt an der Caldera (ca. hier) einen Platz an der Klippe gesucht und den allerschönsten Sonnenuntergang gehabt – mutterseelenallein.


metaxi mas:

Dieses Restaurant wurde uns am öftesten empfohlen, liegt auf einem Berghang hinter Pyrgos und hat eine fantastische Aussicht, eine super nette Terrasse und tolles, griechisches Essen!


barbounaki ammoudi:

Noch ein Tip von Freunden von uns und unser absolutes Highlight des Urlaubs. Am Hafen von Ammoudi gelegen, direkt unterhalb von Oia, kommt man sich vor wie in einer Filmkulisse – Urlaubsfeeling pur. Hat uns super geschmeckt und super gefallen!

discovering pyrgos.
sunset at the caldera.

travel diary:
föhr.

travel guide:
santorini.

COMMENTS


  • re

    liebe kathi
    vielen dank für diesen tollen reisebericht und die wundervollen fotos!
    wir waren vor sechs jahren da und haben uns direkt in die insel verliebt. tatsächlich fanden wir es mit dem quad aber viel praktischer, als mit dem auto, da wir mit ihm mühelos durch die zahlreichen engen strassen kamen und immer einen parkplatz gefunden haben… hin- und rückfahrt mit gepäck haben wir übers hotel gebucht, das war nicht überteuert und hat sehr gut geklappt.
    auch haben wir uns für das grace in imerovigli entschieden, was definitiv seinen preis hatte. allerdings hat uns der tägliche blick auf die caldera inkl. sonnenuntergang umgehauen und war jeden cent wert… das völlig ohne touristenmassen…
    vermutlich kommt es sehr auf die persönlichen vorlieben und die reisezeit an – wir würden in jedem fall wieder auf dieser seite der insel übernachten wollen.

    herzlich re

  • Feinstens

    Ohhh Kathi, bei so schönen Bildern und Schilderungen von dir bekommen wir gleich wieder Fernweh und Lust den Sommer zurückzuholen.
    Traumhaft sieht’s aus!!

  • Katharina

    Kathi, die Bilder sind ein Traum!!! Schon allein dafür hat sich der Post gelohnt. Ich war vor drei Jahren mal auf Santorin. Es war eher ein Zwischenstopp, da wir auf der Rückreise von Naxos waren und zwischen unserer Ankunft auf Santorin mit der Fähre und dem Rückflug in die Heimat 2,5 Puffer eingeplant hatten. Unsere Unterkunft war am Rande von Fira und das war ziemlich fürchterlich. Nachdem wir gut zwei Wochen Ruhe, Gelassenheit und kaum typische Touristen auf Naxos erlebt haben, hat uns auf Santorin die komplette Touristenkeule inkl. teilweise bis zu vier Kreuzfahrtschiffe im Hafen von Fira völlig erschlagen. Die Insel ist traumhaft schön, aber ich kann sehr gut verstehen, dass Du froh warst aus den Touristenzentren wieder heraus zu sein. Wenn ich mal wieder dorthin fliegen sollte, dann mache ich es wohl eher so wir ihr. 🙂

    Was ich allerdings noch absolut empfehlen kann ist die Wanderung von Fira nach Oia. Man läuft oben den Kraterrand entlang und hat wirklich tolle Blicke auf die Caldera. 🙂

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